Über mich
„Natürlich kann man ohne Hund leben, es lohnt sich nur nicht.“
– Heinz Rühmann
Dieses Zitat beschreibt mein Leben wohl am besten. Seit ich denken kann, haben Hunde mein Leben begleitet und bereichert. Schon als kleines Kind war ich von ihnen fasziniert – sehr zum Leidwesen meiner Mutter, denn ich wäre am liebsten zu jedem Hund sofort hingelaufen. Mit viel Geduld hat sie mir beigebracht, dass man fremde Hunde nicht einfach ungefragt anfasst. Gleichzeitig hat sie mir früh gezeigt, wie Hunde kommunizieren und wie wichtig es ist, ihre Signale zu verstehen.
Im Laufe der Jahre haben ganz unterschiedliche Hunde mein Leben begleitet – vom Dackel über Yorkshire Terrier bis hin zum Deutschen Schäferhund. Am Ende hat jedoch der Labrador Retriever mein Herz ganz besonders erobert. Diese fröhlichen, oft etwas distanzlosen und herrlich albernen Hunde haben für mich einen ganz besonderen Charme. Das hält mich allerdings nicht davon ab, eigentlich jeden Hund auf seine eigene Art liebenswert zu finden.
Mit der Zeit wurde aus meiner Begeisterung für Hunde der Wunsch, sie wirklich zu verstehen. Mich fasziniert besonders, wie Hunde lernen, wie Verhalten entsteht und wie eng unsere eigene Kommunikation mit der Entwicklung unserer Hunde verbunden ist. Vor allem aber interessiert mich die besondere Bindung, die zwischen Mensch und Hund entstehen kann – eine Verbindung, die auf Vertrauen, Verständnis und gemeinsamen Erfahrungen wächst.
Noch vor der Corona-Zeit begann ich daher, verschiedene Online-Fortbildungen im Bereich Hundetraining zu besuchen. Schnell wurde mir klar, dass ich mein Wissen vertiefen und fundiert ausbauen möchte. 2021 startete ich deshalb meine Ausbildung zur Hundepsychologin bei der EUREGIO Tierakademie. Dort beschäftige ich mich intensiv mit Lernverhalten, Kommunikation, Verhaltensentwicklung und den feinen Signalen, mit denen Hunde uns jeden Tag zeigen, was sie fühlen und brauchen.
Während meiner Ausbildung durfte ich mit vielen unterschiedlichen Mensch-Hund-Teams arbeiten. Besonders häufig begegneten mir dabei Hunde aus dem Auslandstierschutz, die oft ganz eigene Erfahrungen und Herausforderungen mitbringen. Diese Arbeit hat mir noch einmal gezeigt, wie wichtig Geduld, Verständnis und ein genauer Blick auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Hundes sind.
Auch mein eigener Hund begleitet mich auf diesem Weg und erinnert mich täglich daran, dass Training ein Prozess ist. Als intakter Rüde bringt er seine ganz eigenen Themen mit – unter anderem Leinenaggressivität. Diese Erfahrung hilft mir, viele Situationen aus dem Alltag meiner Kundinnen und Kunden besonders gut nachzuvollziehen. Sie zeigt mir immer wieder, wie wichtig ein fairer, durchdachter Trainingsaufbau und eine stabile Bindung zwischen Mensch und Hund sind.
In meiner Arbeit ist mir besonders wichtig, nicht nur das Verhalten eines Hundes zu betrachten, sondern das gesamte Mensch-Hund-Team. Denn erfolgreiches Training bedeutet für mich nicht nur, dem Hund etwas beizubringen. Es bedeutet, eine stabile Bindung aufzubauen, Vertrauen wachsen zu lassen und eine gemeinsame Sprache zu finden.
Dabei arbeite ich vor allem mit positiver Verstärkung. Das bedeutet, erwünschtes Verhalten wird belohnt und für den Hund dadurch lohnenswert. So lernt er mit Freude, Motivation und Vertrauen, was sich im Zusammenleben mit uns Menschen auszahlt.
Genauso wichtig ist mir ein klarer, fairer Rahmen. Deshalb nutze ich auch das Prinzip der negativen Strafe – das bedeutet nicht Strafe im klassischen Sinn, sondern dass etwas Angenehmes kurzzeitig wegfällt, wenn ein Verhalten gerade nicht zum Ziel führt. So bekommt der Hund verständliches Feedback, ohne Angst oder Druck erleben zu müssen.
Wenn Menschen beginnen, ihre Hunde wirklich zu verstehen, verändert sich oft etwas ganz Grundlegendes: Der Alltag wird entspannter, Missverständnisse verschwinden und aus Training wird Zusammenarbeit. Genau dabei möchte ich Mensch-Hund-Teams begleiten – damit aus Zusammenleben echte Partnerschaft wird und die Bindung zwischen Mensch und Hund jeden Tag ein bisschen stärker wachsen kann.